Hofgut Waltenrath, Leichlingen-Waltenrath

Im Rahmen der REGIONALE 2025 soll das Hofgut Waltenrath als Mehrgenerationen-Wohnort um weitere, teils gemeinnützige Bausteine erweitert werden, u.a. ist die Umnutzung der Scheune als Treffpunkt und moderner Coworking-Space sowie die Errichtung von kleinen, barrierefreien Häusern geplant.

Themenfelder des Knotenpunktes
KARTOFFELN, Milch & grüne Bohnen
Neues ARBEITEN
QUATSCHEN, trinken, spielen

Ausgangslage
Das Hofgut Waltenrath liegt in der Blütenstadt Leichlingen und wurde erstmals 1327 urkundlich erwähnt. Es ist bereits seit mehreren Generationen in Familienbesitz der Familie Kötting und Jahrzehntelang wurde das Hofgut als klassischer landwirtschaftlicher Betrieb geführt. Mittlerweile sind das Hofareal bzw. die ehemaligen Stallungen umgebaut und der Hof ist zu einem generationenübergreifenden Wohnort geworden. Bauerngarten und Streuobstwiese sowie eine große Scheune gehören ebenfalls zum Areal, die umliegenden Felder und Wiesen sind verpachtet. Nun soll das offene Hofkonzept im Rahmen der REGIONALE 2025 um weitere gemeinnützige Bausteine erweitert werden.

Initiative
Nachdem während der Corona-Zeit immer wieder Wandernde einen kurzen Halt am Hof einlegten (Waltenrath liegt am Obstweg des Bergischen Wanderlands), kam der Familie die Idee, einen Treffpunkt zum Verweilen (auch zur direkten Vermarktung ihres Obstes) mit Informationen zu den alten Hochstammobst Sorten einzurichten. Über diese Kernidee hinaus sind viele weitere Bausteine entstanden, die durch die Umnutzung des Geländes umgesetzt werden sollen. Diese verschiedenen Ideen haben zum REGIONALE-Projekt Co-Working und Co-Living geführt.

Idee und Funktionen
Das Herzstück ist die Umnutzung der hundertjährigen Scheune zu einem modernen Coworking-Raum, in dem gemeinschaftlich gearbeitet werden kann. Desweiteren liegt auch die Förderung des sozialen Miteinanders der entstehenden Gemeinschaft im Fokus der Entwicklung, sodass  gleichzeitig ein Treffpunkt für die Nachbarschaft, Vereine und Besucher*innen entstehen soll.

Die Planung einer naturnahen Kita als Begegnungsstätte, verbunden mit der saisonalen, direkten Vermarktung des eigenen Obstes am Rand des Obstweges sollen die Funktion des Hofes als belebenden Treffpunkt für die Bevölkerung und Besucher weiter stärken. Dazu gehört auch der Ansatz des Co-Living: Die Ausweisung von barrierefreien, kleinen Häusern mit Versorgung durch innovative, erneuerbare Energien in unmittelbarer Nähe zur Scheune soll ein bezahlbares sowie ressourcen- und flächenschonendes Wohnen in Gemeinschaft vor Ort ermöglichen.

Das Projekt umfasst das REGIONALE-Kernthema Konversion/Transformation und schafft ebenfalls eine Verknüpfung zur Leitlinie „Neue Räume für Arbeit schaffen“ des Handlungsfeldes Arbeit und Innovation.

Besonderheiten
Die Funktion des Hofes als Mehrgenerationen-Treffpunkt soll durch die Planung einer naturnahen Kita als Begegnungsstätte weiter gestärkt werden.

Aktueller Stand und Ausblick

  • Anamnese zu dem CoWorking Standort durch die CoWorkLand Genossenschaft
  • Gründung des Vereins CoWorking und CoLiving in Leichlingen e.V.
  • Erstellung einer Grundlagenstudie durch ein Planungsbüro
  • Einreichung eines Antrags bei der BULE+ Förderung Soziale Dorfentwicklung für die Instandsetzung der Außenhülle der Scheune, weitere Förderungen für die anderen Bausteine werden gesucht.
  • Prozess zur FNP-Änderung und Aufstellung eines Bebauungsplanes in Kooperation mit der Stadt Leichlingen (vrsl. Aufstellungsbeschluss im Juni 2024) um planungsrechtliche Grundlagen für den Projektbeginn zu schaffen.

    Weiterführende Links
    https://www.regionale2025.de/projekte/66/

     

    Titelfoto: Familie Kötting

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