Kramerhaus
Ausgangslage
Das sogenannte Kramerhaus wurde 2020 von der Stadt Burscheid erworben und liegt unmittelbar benachbart zur Stadtbücherei. Die Nutzung des Erdgeschosses ist zukünftig für Angebote des Tri-Café e.V. vorgesehen, der bisher eine kleine interkulturelle, inklusive und intergenerative Begegnungsstätte in einer Villa außerhalb des Zentrums von Burscheid betreibt. Im ersten Obergeschoss soll durch den Förderverein der Stadtbücherei Burscheid ein offener Lernraum („MakerSpace“) etabliert werden, der als räumliche und programmatische Erweiterung der Stadtbücherei genutzt werden kann. Dafür ist ein Durchbruch von der Stadtbücherei zum Kramerhaus im Obergeschoss angedacht, der die zukünftig die Erschließung gewährleisten soll. Über den Aufzug der Stadtbücherei sind die Räumlichkeiten barrierefrei erreichbar. Geplant ist, den Umbau der Immobilie bis Ende des Jahres 2025 fertigzustellen. Für das Projekt konnten Fördermittel aus dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ und dem LEADER-Programm akquiriert werden.
Initiative
Den Tri-Café e. V. gibt es seit 2016. Der Verein zählt aktuell 25 Mitglieder und hat einen Vorstand bestehend aus drei Personen. Der Tri-Café e.V. organisiert einen soziokulturellen Treffpunkt, welcher seine Räumlichkeiten verschiedenen Initiativen sowie Vereinen gegen Spenden zur Verfügung stellt (z. B. Kinderschutzbund, NABU, Selbsthilfegruppen, interkulturelle Kochgruppe). Zudem ist das Tri-Café eine wichtige Anlaufstelle für Geflüchtete und hat in den vergangenen Jahren ein eigenes, vielseitiges und regelmäßiges Angebot aufgestellt (u. a. Formate wie Repair-Café, Männerkochgruppe und Vinyl-Treff). Bisher werden für Aktivitäten die Räumlichkeiten einer leerstehenden Villa außerhalb des Zentrums von Burscheid genutzt. Durch den Umzug in die zentralen Räumlichkeiten des Kramerhauses wird der Verein Tri-Café Teil dieser kulturellen und sozialen neuen Infrastruktur im Zentrum von Burscheid sein und aufgrund der zentralen Lage wesentlich mehr Zulauf haben.
Die Stadtbücherei Burscheid und der zugehörige Förderverein werden mit dem zusätzlichen Angebot eines „Maker-Spaces“ ihren Einzugsbereich erweitern und weitere Zielgruppen ansprechen. Die Stadt Burscheid ist Unterstützerin der Projektidee und ist sehr an der Belebung des Gebäudes und der Burscheider Innenstadt interessiert. Die Stadt verantwortet die Bauherrenschaft bei der Sanierung des Gebäudes.
Idee und Funktionen
Tri-Café, Stadtbücherei und deren Förderverein streben gemeinsam in Kooperation mit der Stadt Burscheid eine Art „Dritten Ort“ für die Burscheider Stadtgesellschaft an, in dem sich unterschiedliche Funktion in einem Haus miteinander verknüpfen. Neben der Funktion eines bürgerschaftlichen Begegnungsortes und eines Orts für stadtgesellschaftliches Miteinander soll ein Ort der niederschwelligen Bildung und des (Alltags-)Wissens entstehen. Die Verschränkung der verschiedenen Nutzungen bietet dabei ein großes Potenzial sowie neue Möglichkeiten für räumliche, nutzungsbezogene und programmatische Synergien. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Kommune und dem zivilgesellschaftlichen Engagement ermöglichen es dem Kramerhaus, auch zukünftig zu einem lebendigen, innerstädtischen „Knoten des öffentlichen Lebens“ zu werden.
Aktueller Stand und Ausblick
Mit Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr 2026 konnte das Kramerhaus am 3. Mai 2026 feierlich eröffnet werden.
Das Kramerhaus in Burscheid gehört zu den Pilotprojekten im Aktivierungs- und Transferprozess „Das Gute Leben selbst gemacht! – Knotenpunkte des öffentlichen Lebens im Bergischen RheinLand“ der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand und wird aktiv bei der Projektqualifizierung unterstützt. Im Juni 2026 hat das Projekt den A-Status im Qualifizierungsprozesses der REGIONALE 2025 erhalten.
Das Projekt wurde mit Mitteln aus dem Stadterneuerungsprogramm unterstützt.
Weitere Infos sind im Projektdossier zu finden.
Weiterführende Links:
https://www.burscheid.de/portal/seiten/stadtbuecherei-burscheid-900000101-40230.html
https://www.burscheid.de/portal/seiten/zukunftsinitiative-burscheid-900000144-40230.html
Stand: Dezember 2026
Fotonachweis: startklar a+b GmbH
Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur
Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur
Fotonachweis: startklar a+b GmbH
Fotonachweis: startklar a+b GmbH
Fotonachweis: startklar a+b GmbH
Mehr Projekte

Alte Schule Eichhof
Kürten
Die Alte Schule in Kürten Eichhof-Sülze soll zum Zentrum und Begegnungsortes der Dorfgemeinschaft werden. Neben der angestrebten lokalen Bedeutung für das Doppeldorf Eichhof-Sülze ist die Alte Schule schon jetzt als Sitz der Musikschule Kürten gesamtstädtisch von Relevanz und mit den Stockhausen Tagen sogar überregional bekannt.

Mobiler Dorftreff Osberghausen
Engelskirchen
Mit der Schließung der Turnhalle des örtlichen Sportvereins droht ein wesentlicher Treffpunkt für dörfliche Gemeinschaftsaktivitäten dauerhaft verlorenzugehen. Daher haben sich Vereine und engagierte Einzelpersonen zu einer „SOKOsberghausen“ zusammengeschlossen mit dem Ziel, einen neuen Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft zu schaffen.
Dörfergemeinschaftshaus
Wallerhausen, Morsbach
Das Dörfergemeinschaftshaus soll der lebendige Begegnungs- und Veranstaltungsort für Dorf- und Vereinsaktivitäten sowie (Jahres-) Feste der Dörfergemeinschaft des alten Schulbezirks Wallerhausen (Oberzielenbach, Berghaus, Rolshagen, Herbertshagen, Wallerhausen) werden.

Villa Much
Much
Aus einer genossenschaftlich organisierten SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) an einem Bauernhof im Ortsteil Oberwahn soll im Hauptort Much ein Projekt entstehen, das die Ideen eines Unverpacktladens und der nachhaltigen Umweltbildung mit einem Ort der Begegnung, des gemeinsamen Kochens und der soziokulturellen Infrastruktur verbindet.

Ehemalige Synagoge
Ruppichteroth
In Ruppichteroth steht ein historisches Synagogengebäude. Eine Bürgerinitiative macht sich stark dafür, das Gebäude wiederherzustellen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Gemeinde kaufte Grundstück und Gebäude, um einerseits an das vergangene jüdische Leben am Ort zu erinnern und andererseits einen neuen ortsgesellschaftlichen Mittelpunkt entstehen zu lassen.

BüZe
Windeck
Aus der Flüchtlingsarbeit Mitte der 2010er Jahre kommend entwickelt sich in Windeck eine sozial- und gesellschaftspolitische Initiative, die sich 2020 als Verein Bürgerzentrum (BüZe) organisiert und eine Plattform für im sozialen Bereich engagierte Bürger*innen aufbaut. Der Erfolg führt bei den Initiator*innen zum Mut, über weitergehende Perspektiven nachzudenken.
